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Nur in der Cloud heisst nicht gesichert

Synchronisation ist kein Backup: Wer nach der 3-2-1-Regel sichert und die Wiederherstellung übt, kann seine Daten selbst zurückholen.

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Nur in der Cloud heisst nicht gesichert.

Viele verlassen sich darauf: Die Daten liegen ja beim Anbieter. Aber Synchronisation ist kein Backup. Wird eine Datei gelöscht oder von Schadsoftware verschlüsselt, kann die Synchronisation den Schaden gleich mit übernehmen. Das Bundesamt für Cybersicherheit warnt: Cloud-Dienste schützen nur bedingt vor Ransomware.

Die bewährte Regel heisst drei, zwei, eins. Drei Kopien deiner Daten: das Original und zwei Sicherungen. Zwei verschiedene Speichermedien. Und eine Kopie ausser Haus, am besten offline.

Dazu zwei Dinge, die oft vergessen gehen. Erstens: die Wiederherstellung üben, bevor der Ernstfall kommt. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist eine Hoffnung. Zweitens: Daten in offenen Formaten sichern, damit du sie auch ohne den Anbieter lesen kannst.

Souveränität beginnt dort, wo du deine Daten selbst zurückholen kannst.

Wann hast du dein Backup zuletzt getestet? Wer darauf antwortet «Die Daten sind ja in der Cloud», hat vermutlich keine eigenständige Sicherung.

Das ist nachvollziehbar. Viele Menschen, Vereine und kleine Organisationen arbeiten heute in der Cloud, und das fühlt sich sicher an. Die Daten liegen beim Anbieter und sind auf jedem Gerät erreichbar. Eine Datensicherung ist das aber noch nicht.

Synchronisation ist kein Backup

Ein Synchronisationsdienst hält alle Geräte auf demselben Stand. Das ist seine Aufgabe. Zum Problem wird es, wenn etwas schiefgeht. Wird eine Datei auf dem Laptop gelöscht oder von Schadsoftware verschlüsselt, kann die Synchronisation diesen Zustand in die Cloud und auf alle anderen Geräte übertragen.

Schema «Synchronisation ist kein Backup»: Ein Kasten «Gerät» und ein Kasten «Cloud», verbunden durch eine Linie; in beiden ist die Datei rot markiert, darunter «gelöscht oder verschlüsselt». Zitat: «Cloud-Dienste schützen nur bedingt vor Ransomware.» Bundesamt für Cybersicherheit BACS.

Das Bundesamt für Cybersicherheit BACS hält fest, dass Cloud-Dienste nur bedingt vor Angriffen mit Verschlüsselungsschadsoftware, also Ransomware, schützen. Dasselbe gilt für Speichermedien, die dauerhaft angeschlossen sind. Sie können mitverschlüsselt werden.

Fairerweise: Viele Dienste bieten eine Versionierung, mit der sich ältere Stände zurückholen lassen. Darum heisst es im Video «kann» und nicht «wird». Sie ersetzt aber keine eigenständige Sicherung.

Die 3-2-1-Regel

Das BACS empfiehlt eine einfache Faustregel:

  • 3 Kopien deiner Daten: das Original und zwei Sicherungskopien.
  • 2 unterschiedliche Speichermedien, zum Beispiel eine externe Festplatte und eine Cloud.
  • 1 Kopie ausserhalb des eigenen Geräts an einem externen Ort.

Folie «Die 3-2-1-Regel» mit drei Karten: 3 Kopien (das Original und zwei Sicherungen), 2 Speichermedien (verschiedene, zum Beispiel Festplatte und Cloud), 1 ausser Haus (am besten offline).

Für die externe Kopie empfiehlt das BACS, sie offline auf einem externen Medium aufzubewahren und das Medium nach dem Backup wieder zu trennen. Was nicht angeschlossen ist, kann eine Schadsoftware nicht erreichen.

Zwei Punkte, die oft vergessen gehen

Die Wiederherstellung üben. Das BACS rät ausdrücklich, das Einspielen von Sicherungskopien zu üben, bevor man im Ernstfall darauf angewiesen ist. Erst beim Zurückholen zeigt sich, ob die Sicherung vollständig ist, ob du das Passwort noch kennst und wie lange es dauert.

Folie «Oft vergessen»: 1. Wiederherstellung üben, bevor der Ernstfall kommt, mit dem Zusatz «Ein ungetestetes Backup ist eine Hoffnung.» 2. In offenen Formaten sichern, lesbar auch ohne Anbieter.

In offenen Formaten sichern. Das ist meine Empfehlung, keine Vorgabe des BACS. Eine Sicherung nützt wenig, wenn sich die Dateien nur mit der Software eines bestimmten Anbieters öffnen lassen. Offene Formate machen dich unabhängiger, falls du den Anbieter wechselst oder es ihn nicht mehr gibt.

Eine Wiederherstellungsprobe

Plane in den nächsten Tagen eine kleine Probe ein:

  1. Wähle eine Datei, die dir wichtig ist, und einen Ordner, den du oft brauchst.
  2. Hol beide aus deiner Sicherung zurück, und zwar an einen neuen Ort, damit du nichts überschreibst.
  3. Öffne die Dateien auf einem anderen Gerät oder mit einem anderen Programm.
  4. Notiere, was gefehlt hat oder unklar war, und wann du die Probe wiederholst.

In Vereinen und Teams kommt eine Frage dazu: Wer ausser dir weiss, wo die Sicherung liegt und wie man sie einspielt?

Meine Sicht

Ein Backup, das nie getestet wurde, ist eine Hoffnung, keine Sicherung.

Souveränität beginnt für mich dort, wo du deine Daten selbst zurückholen kannst, ohne auf einen Anbieter angewiesen zu sein.

Häufige Fragen

Ist die Cloud ein Backup?

Nicht automatisch. Ein Synchronisationsdienst hält alle Geräte auf demselben Stand und kann so auch eine gelöschte oder verschlüsselte Datei auf alle Geräte übertragen. Das Bundesamt für Cybersicherheit BACS hält fest, dass Cloud-Dienste nur bedingt vor Ransomware schützen.

Was ist die 3-2-1-Regel?

Eine Faustregel des BACS für die Datensicherung: drei Kopien der Daten, auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, davon eine an einem externen Ort. Für die externe Kopie empfiehlt das BACS, sie offline aufzubewahren und das Medium nach dem Backup wieder zu trennen.

Wie prüfe ich, ob mein Backup funktioniert?

Indem du die Wiederherstellung übst, wie es das BACS empfiehlt. Erst beim Zurückholen zeigt sich, ob die Sicherung vollständig ist, ob du das Passwort noch kennst und wie lange es dauert.

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