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Nein zur Chaos-Initiative: Eine Zahl ist keine Strategie

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Nein zur Chaos-Initiative: Eine Zahl ist keine Strategie

Am 14. Juni stimmen wir über die SVP-«10-Millionen-Initiative» ab. Ich gebe zu: Der Reflex zum NEIN kam bei mir nicht sofort. Denn die Initiative legt den Finger durchaus auf einen wunden Punkt – aber sie liefert ein Stoppschild statt einer Strategie.

Am 14. Juni stimmen wir über die SVP-«10-Millionen-Initiative» ab. Und ich gebe zu: Der Reflex, ein klares NEIN einzulegen, kam bei mir nicht sofort, denn die Initiative legt den Finger durchaus auf einen wunden Punkt.

Unendliches Wachstum auf endlichem Raum – das ist ein echtes Thema. Auch in Dübendorf spüren wir das täglich: verdichtetes Bauen, volle Züge, Druck auf Grünflächen, angespannter Wohnungsmarkt. Wer das wegredet, macht es sich zu einfach.

Eine Zahl in der Verfassung baut keine Wohnung

Aber: Eine Zahl in der Verfassung ist keine Antwort. Sie baut keine einzige Wohnung. Sie pflegt keinen Patienten. Sie repariert keine Schiene. Sie schützt kein Kulturland. Sie verlegt kein Tram.

Was sie tut: Sie verschärft den Fachkräftemangel genau dort, wo er heute schon weh tut: in der Pflege, im Gewerbe, in den KMU. Sie setzt die AHV unter zusätzlichen Druck. Und sie liefert ein Stoppschild statt einer Strategie.

Echte Nachhaltigkeit ist Knochenarbeit

Echte Nachhaltigkeit heisst hinschauen, abwägen, gestalten: bezahlbarer Wohnraum, starker ÖV, Klimaschutz, intelligente Raumplanung, Schutz von Kulturland und Biodiversität. Das ist Knochenarbeit, Sitzung für Sitzung. Genau die Arbeit, die ich im Gemeinderat mache. Und genau die Arbeit, die diese Initiative nicht ersetzt.

Darum sage ich klar: NEIN zur Chaos-Initiative. Nicht, weil das Anliegen unberechtigt wäre. Sondern weil die Antwort zu billig ist.

🔗 nein-chaos.ch