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Stadtentwicklung & Wohnen
Dübendorf wächst. Die Ortsplanungsrevision entscheidet, ob das für alle gut ausgeht – oder nur für Gutverdienende.
Das Spannungsfeld
Was ohne Steuerung passiert
- Mieten steigen weiter – mittlere Monatsmiete heute CHF 3'200
- Verdichtung nur dort, wo die Rendite stimmt
- Grünräume weichen dem Baurecht
- ÖV hinkt dem Wachstum hinterher
Was mit kluger Planung möglich ist
- 40% preisgünstige Wohnungen bei Aufzonungen verbindlich
- Hochhäuser max. 60m – nur entlang der Ringstrasse
- Fil Bleu Glatt: Grüner Korridor entlang der Glatt
- Innovationspark: Hälfte des Areals öffentlich zugänglich
Die Ausgangslage
Die Ortsplanungsrevision – die gerade in der Kommission beraten wird – ist das wichtigste stadtplanerische Instrument der nächsten Jahrzehnte. Sie entscheidet, wo verdichtet wird, wie viel preisgünstiger Wohnraum entsteht und wie Grünräume geschützt werden.
Gleichzeitig befindet sich der ehemalige Flugplatz mitten in der Transformation: Der Innovationspark Zürich wird das grösste Wirtschaftsprojekt der Stadt seit Jahrzehnten. 10'000 Arbeitsplätze bis 2050 – aber wie wird das Areal erschlossen, finanziert und für alle zugänglich gestaltet?
Meine Positionen
- Verdichtung mit Augenmass Mehr Wohnraum, ja – aber dort, wo der ÖV trägt. Hochhäuser nicht auf Kosten von Grünräumen und Quartierqualität.
- Preisgünstiges Wohnen verbindlich sichern Wer durch Aufzonung profitiert, gibt etwas zurück. Die Mindestquoten bei preisgünstigen Mietwohnungen zu Kostenmiete sind ein richtiger Ansatz – ich setze mich dafür ein, dass sie eingehalten werden.
- Grünräume schützen Glattraum, Freiräume und Grünkorridore sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für Lebensqualität. Das Projekt "Fil Bleu Glatt" ist ein wichtiger Schritt.
- Innovationspark nachhaltig gestalten Das Flaggschiff-Areal muss Massstäbe setzen: beim Bau, beim Verkehr (mind. 60% ÖV), beim Energieverbrauch. Die Hälfte des Areals bleibt öffentlich zugänglich – das ist im Konzept so vorgesehen, und ich halte daran fest.
Meine Haltung
Wachstum ist nicht das Problem – falsch gemachtes Wachstum schon. Ich bin kein Verdichtungsgegner. Aber Verdichtung braucht Qualität: guten ÖV, grüne Freiräume, soziale Durchmischung und bezahlbaren Wohnraum.
Die Ortsplanungsrevision ist eine einmalige Chance. Diese Chance dürfen wir nicht verspielen, indem wir nur die Renditeinteressen der Grundeigentümer im Blick haben.